Immuntherapie bei Krebs: Welche Verfahren gibt es?
Immuntherapie ist kein einzelnes Verfahren. Verschiedene Ansätze greifen an unterschiedlichen Stellen des Immunsystems an und besitzen je nach Tumorart eine unterschiedliche Evidenz und Zulassungssituation.
Was bedeutet Immuntherapie bei Krebs?
Immunonkologische Verfahren versuchen, vorhandene oder therapeutisch erzeugte Immunreaktionen gegen Tumorzellen zu verstärken, zu enthemmen oder gezielt auszurichten.
Wichtige Gruppen
- Checkpoint-Inhibitoren: zugelassene Arzneimittel für definierte Tumorarten und Biomarker.
- CAR-T-Zelltherapie: etablierte Zelltherapie vor allem bei ausgewählten hämatologischen Erkrankungen.
- Therapeutische Krebsimpfstoffe: Strategien zur gezielten Antigenpräsentation.
- Dendritische Zellverfahren: patientenspezifische antigenpräsentierende Zellprodukte, deren Evidenz je nach Tumorart und Protokoll unterschiedlich ist.
Warum Tumorart und Biomarker entscheidend sind
PD-L1, MSI/MMR, HER2, EGFR, BRAF, BRCA, IDH, MGMT und weitere Marker können die Therapieplanung wesentlich beeinflussen. Die passende Strategie kann daher nur im konkreten medizinischen Kontext beurteilt werden.
Dendritische Zellen in der Immunonkologie
Ralph M. Steinman erhielt 2011 den Nobelpreis für die Entdeckung dendritischer Zellen und ihre Rolle in der adaptiven Immunität. Dendritische Zellen stehen seit Jahrzehnten im Mittelpunkt der Forschung zu Antigenpräsentation und therapeutischen Impfkonzepten.
