Progression zunächst genau einordnen
Entscheidend ist, was sich verändert hat: einzelne neue Läsionen, Wachstum bestehender Tumorherde oder eine breitere Progression. Bildgebung, klinischer Verlauf und gegebenenfalls erneute Gewebe- oder Molekulardiagnostik können die weitere Planung beeinflussen.
Folgetherapien und Therapiewechsel
Für viele Tumorerkrankungen existieren mehrere Therapielinien. Abhängig von Biomarkern und Vorbehandlungen können andere systemische Therapien, zielgerichtete Medikamente, Immuntherapien, lokale Verfahren oder Studien geprüft werden.
Nicht eigenständig abbrechen
Eine laufende Krebstherapie sollte nicht aufgrund allgemeiner Internetinformationen verändert oder abgesetzt werden. Nutzen, Nebenwirkungen und Alternativen müssen mit dem behandelnden onkologischen Team besprochen werden.
Immunonkologische Optionen
Ob zugelassene Immuntherapien oder andere immunologische Ansätze relevant sind, hängt stark von Tumorart und Biomarkern ab. Dendritische Zellverfahren sind davon zu unterscheiden und müssen hinsichtlich Evidenz und individueller Situation separat eingeordnet werden.
Welche Unterlagen helfen?
- aktuelle und frühere Bildgebung
- Histologie/Pathologie
- Therapieverlauf mit Dosierungen und Zeiträumen
- molekulare Befunde/Biomarker
- aktuelle Laborwerte und Medikamentenliste
Individuelle Unterlagen einordnen lassen
Für eine strukturierte Orientierung können vorhandene Befunde, Histologie, aktuelle Bildgebung, bisherige Therapien und – sofern vorhanden – molekulare Befunde zusammengeführt werden. Daraus lässt sich prüfen, welche Fragen mit dem behandelnden Onkologen geklärt werden sollten und welche zusätzlichen immunonkologischen Informationen relevant sein könnten.
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